Über mich

Ich bin Mary und als Entspannungspädagogin und zertifiziert in Kunsttherapie begleite ich Menschen dabei, aus der Anspannung herauszufinden und wieder mehr ins Fühlen zu kommen.
Über Entspannungsstrategien und kunsttherapeutische Methoden unterstütze ich Menschen darin, sich selbst bewusster wahrzunehmen, innere Ruhe zu finden und Veränderung als etwas Stärkendes zu erleben.
Mir ist wichtig, dass sich jeder Mensch willkommen, gesehen und mit seiner eigenen Geschichte ernst genommen fühlt.

Meine Geschichte
Kindheit
Aufgewachsen bin ich mit einem chronisch kranken Elternteil. Meine Eltern waren für mich und meine Geschwister emotional nicht verfügbar.
Meine vielen und unterschiedlichsten traumatischen Kindheitserfahrungen haben eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung hinterlassen, die mich bis heute begleitet.
Nervensystem unter Daueranspannung
Mein Nervensystem war ständig angespannt. Ich richtete mich ausschließlich nach äußeren Anforderungen und meinen eigenen hohen Ansprüchen, während ich meine eigenen Bedürfnisse vernachlässigte. Mein Körper reagierte stark, doch ich konnte die Signale nicht richtig deuten, und Überlastungen traten immer wieder auf.
Mutterschaft
Das funktionierte so lange, bis ich 2020 Mutter wurde. Plötzlich hat sich alles verändert.
Es war mir nicht mehr möglich, einfach nur zu funktionieren, den Stress in Alkohol zu ertränken oder stundenlang im Bett zu liegen, wenn alles wieder zu viel wurde.
Zudem wurde mir klar, dass ich meinem Kind eine andere, bessere Kindheit ermöglichen möchte.
Mit meinem ersten Sohn lernte ich, wie wichtig Gefühle sind, wie man Bedürfnisse erkennt und wie gesunde Regulationsstrategien aussehen. Zum ersten Mal fing ich an, nach innen zu schauen und nicht mehr nur nach außen.
2022 kam dann mein zweiter Sohn zur Welt. Mit ihm vertiefte sich mein Verständnis für emotionale Balance, Selbstfürsorge, die Notwendigkeit mich und mein Nervensystem zu priorisieren und dass alle Ressourcen endlich sind.
Nervensystem am Limit
Zwischen Theorie und Praxis liegen natürlich Welten, und mein Weg war lang und teils schwer.
Im Jahr 2023 begann ich, nach der zweiten Elternzeit, wieder zu arbeiten – mit 30 Stunden pro Woche.
Das war der Punkt, an dem alles zusammen zu viel wurde und mein Nervensystem nicht mehr standhalten konnte.
Mein Heilungsprozess
Nach jahrelanger intensiver Therapie, einem Aufenthalt in der Tagesklinik und vielen persönlichen Prozessen später stehe ich heute an dem Punkt, an dem ich jetzt bin. Ich habe tiefes Vertrauen und alles was ich brauche in mir selbst gefunden.
Ich habe erlebt, wie schwer es sein kann, Ruhe auszuhalten, wie intensiv sich Gefühle im Körper zeigen und wie viele innere Blockaden mir lange im Weg standen und teilweise noch stehen.
Gleichzeitig habe ich mein authentisches Ich entdeckt, meine Stärke und mein Vertrauen. Ich weiß heute, wie sich Sicherheit und Stabilität in mir anfühlen. Selbst wenn im Außen alles chaotisch ist, Herausforderungen auftauchen oder ein emotionaler Sturm tobt.
Ich habe Wege gefunden, immer wieder bei mir anzukommen und mein Leben so zu gestalten, das sich stimmig und erfüllend für mich anfühlt.
